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#Mädchengrab #NetGalleyDE

Der Anfang des Buches war mir ehrlich gesagt ein wenig zu rasant, und es fiel mir etwas schwer wieder hineinzufinden. Ich glaube man sollte die Bücher in der Reihenfolge lesen, da Angie doch eine sehr komplexe Persönlichkeit ist und man wohl nicht alle Zusammenhänge versteht, wenn man mit diesem Teil einsteigt. Mir gefällt es sehr, dass Angie so anders ist. Sie hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert und als ich dann in der Geschichte drin war, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen.

Die Autorin spinnt einen großen Kreis von über 20 Jahren um diesen Fall und bindet alle Elemente der Vergangenheit sehr geschickt ein. Alles passt gut zusammen und es gibt massig Verdächtige und falsche Fährten. Das Zusammenspiel zwischen persönlichen Problemen und dem Fall ist manchmal ein wenig unausgewogen und liegt eher auf dem persönlichen Fokus, allerdings ergibt dieses zum Ende hin alles Sinn und macht das Ende des Buches richtig traumhaft. Hier erleben wir eine schwierige Ermittlerin, die aber sehr an sich selber arbeitet und manchmal eigensinnige Wege geht, um einen Fall zu lösen. Was sie selber auch sehr in ihren eigenen Problemen voranbringt.

Die Nebenprotagonisten sind ebenfalls gut eingebunden und bringen die Geschichte auf ein zusätzliches Level, da Angie auch hier immer nur reagieren kann. Die Spannung entsteht durch die Entscheidungen, die sie trifft und weniger durch die Aktionen, da der Fall ja ein Cold – Case ist.

Das Buch ist absolut empfehlenswert für Leser die auf großartig aufgebaute Geschichten stehen und eigenwillige Ermittler mögen.