#piperverlag #susannemischke #fürchtedichvormorgen #völxen

Der Titel ist absolut treffend für dieses Buch, geht es doch um Zukunftsängste und die Vorbereitung darauf.
Dazu passend ist auch , dass ein Großteil der Handlung im Wald spielt bzw. auf einem abgelegenen Hof. So hat die Autorin dadurch auch wie von selbst einen begrenzten Täterkreis. In diesem Umfeld ermitteln nun Völxen und sein Team. Zwar recht kompetent aber nicht immer einheitlich, hier mal ein Alleingang, da mal ein Geheimnis, welches die Ermittlungen gefährden könnte, aber in der Summe ist dieses Team einfach spitze.
Ich liebe diese Mischung in den Krimis von Susanne Mischke. Da ist der Kontrast Großstadt – Landleben, und wie verschieden sich die Menschen im jeweils anderen Terrain fühlen. Dann die unterschiedlichen Charaktere des Ermittlungsteams. Ausgewogen zwar, aber doch mit Spannungspotential.
Der Kontrast Sorglosigkeit – Zukunftsangst bis hin zum Preppern, also der Vorbereitung auf einen Zusammenbruch des Staates ist sehr gut beschrieben und passt in die momentane Situation. Außerdem hat es mir schwer imponiert, wie die Autorin das Thema” Corona – Alltag” in das Buch integriert hat. Extrem dezent, dennoch vorhanden, wenn auch nur punktuell.
Es geht auch um den Schein. Nach außen sehen viele Familien anders aus, als sie tatsächlich sind und diese Dynamik ist sehr spannungsgeladen beschrieben.
Das Buch lebt nicht so sehr von der Spannung, auch wenn diese sehr gut vorhanden ist, es lebt eher von den vielfältigen Charakterstudien und den Auswirkungen auf das Zusammenleben – (arbeiten).

Ich bin ein großer Fan von Susanne Mischke und dieser Reihe. Routiniert beschrieben und konstruiert ist dieser Krimi für jeden Liebhaber des Genres zu empfehlen.