Seit Ash mit dem Videoupload eines eigentlich privaten Test-Gigs auf seinem Social-Media-Account unabsichtlich dafür gesorgt hat, dass Rising Phoenix buchstäblich über Nacht Kanadas Musikmarkt erobern, liegt sein Privatleben quasi brach. Der Sohn des berühmten Gravity-Gitarristen Chase Davis ist zwar gänzlich unmusikalisch, aber als Manager der Newcomer-Band trotzdem ein essentieller Bestandteil ihres Erfolgs.
Als ihm vor einer wichtigen Pressekonferenz ein Missgeschick passiert, bewahrt ihn die Praktikantin Nell vor einem totalen Desaster. Beeindruckt von ihrer Souveränität verpflichtet Ash die junge Studentin für die anstehende Konzerttour als seine persönliche Assistentin, ignoriert dabei jedoch eins: sein Verlangen nach ihr.
Zwischen Nell und ihm knistert es bei jeder Begegnung mehr, doch Ash hat Bedenken, Berufliches mit Privatem zu vermischen.
Kurz, nachdem die beiden sich trotzdem endlich näher kommen, erfährt er etwas, das sein gesamtes bisheriges Leben explodieren und ihn alles infrage stellen lässt.

Nell hat mir sehr gut gefallen, eine Frau die weiß, was sie will und dabei auch noch so blitzgescheit ist, dass sie viele Dinge sehr gut organisieren kann und sehr spontan Lösungen findet. Ash ist eher der Organisator. Absolut unmusikalisch aber dennoch unverzichtbar für die Band.

Nicht nur das Problem ” Never fu**the Company” macht ihnen zu schaffen, sondern auch die recht gegensätzlichen Wesenszüge der beiden sorgen für eine eher angespannte Atmosphäre. Wo Nell das Leben so nimmt wie es ist und versucht immer die sonnigen Seiten zu sehen, (das hat sie in ihrer Kindheit sehr früh lernen müssen), ist Ash der stille Grübler, der einige Entscheidungen schwer nimmt, da ihm einiges an Selbstvertrauen fehlt. Er ist halt kein Musiker und das macht ihm zu schaffen.

Ich denke, dieses Buch kann man auch als Einzelband lesen, wobei es richtig Spaß macht, wenn man die Vorgängerbände bzw. die Gravity Reihe kennt. Dann ist es wie nach Hause kommen. Sehr schön eingefangen ist auch hier wieder die Dynamik innerhalb der Band und natürlich die ureigenste Gravity Familien Dynamik. Ich mag das sehr wie alle zusammen stehen und sich trotz einiger Probleme umeinander kümmern und füreinander da sind.

Toll fand ich hier die absolute Umkehrung der Protagonisten – Gegensätzlichkeiten. Nell, das Waisenkind ist absolut mit sich und ihrer Vergangenheit im Reinen und eine Stütze für Ash, der aus einer reichen Bilderbuchfamilie stammt und trotzdem so große Zweifel an sich hegt.

Fazit: Auch hier hat die Autorin wieder die absolut perfekte Mischung getroffen, Rising Phönix rocken die Bühne, und Ash und Nell lernen sich aufeinander einzulassen. Kein Part sticht zu sehr heraus und der Schreibstil ist wie immer emotional und sehr spannend. Klare Leseempfehlung!